Zippo Pat Bar

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In der Welt von Western Pleasure und Allround Horses spielte er eine ähnliche Rolle wie Doc Bar in der Cutting-Zucht

Es gibt Legenden in der Pferdezucht, und es gibt die Pferde, die diese Legenden möglich machten, welche die Wurzel solch überragender Show Stars waren. Und wie es solche Foundation Sires und Dams gab, so ist es manchmal auch der Cross zweier Familien, die den Stoff darstellen, aus dem Überragendes geschneidert werden kann.
Ein solcher Cross war der von Doc Bar mit Poco Bueno-gezogenen Stuten, was letztlich eine Verquickung des Blutes von Three Bars (TB) mit altem Quarter Horse-Blut war. Und eine Parallele haben wir in dem züchterischen Schachzug, den Paul Curtner vollzog: mit Zippo Pat Bars, einem direkten Sohn des Vollblüters Three Bars, und seinen Poco Pine-Stuten. Poco Pine war ein Sohn von Poco Bueno und aus Pretty Rosalie, von Pretty Boy.

Bekanntlich kommt es im Leben oft anders, als man denkt, und so wie Doc Bar als Rennpferd gedacht und gescheitert war und er dann eine Karriere als Halter Horse begonnen hatte und schließlich aber unerwarteterweise ein überragender Vererber von Cutting Horses wurde, so hatte auch Paul Curtner mit Zippo Pat Bars andere Pläne gehabt, als ausgerechnet die Western Pleasure- und Halter-Szene zu revolutionieren, obwohl der Hengst aufgrund seiner Conformation sicher allemal später in Halter geshowt worden wäre.

Wenn man sich mit Pferden jener Zeit beschäftigt, dann ist es eben immer wieder großartig, zu sehen, wie das Quarter Horse zu der Zeit noch ein wirkliches Allround-Pferd war, eben das „vielseitigste Pferd der Welt“, wie die AQHA es damals bewarb. Nur so konnte die Laufbahn eines Pferdes, abhängig von seinem Schicksal oder der Vorliebe seines Besitzers, sowohl in diese oder in jene Richtung gehen.

Zippo Pat Bars, der 1964 auf der Ranch von Paul Curtner in Texas geboren worden war, wurde von nicht wenigen als das ideale Quarter Horse angesehen. Mit Three Bars als Vater und aus Leo Pat, von Leo, schien er prädestiniert für Quarter-Rennen zu sein, und als er alt genug war, um Rennen laufen zu können, bemerkte Curtner bald, dass er den Speed für die ganz großen hatte – er sah seinen Hengst nicht auf kleinen Tracks wie Ross Downs in seiner Gegend, sondern träumte von der All-American Futurity in Ruidoso, New Mexico.
Leider sollte Zippo Pat Bars diese Chance nicht bekommen. Er verletzte sich schwer, als er eines Morgens …

Den vollständigen Artikel können Sie in der Print- oder Digitalausgabe der  WESTERN HORSE
vom Mai 2020 lesen. Sie können das Heft auf dieser Seite unter SHOP ordern.

Bildunterschrift:
Zippo Pat Bars von vorn – man kann verstehen, war­um ihn viele seiner Zeit für das ideale Quarter Horse hielten

 

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