Neuer Overo-Typ entdeckt

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Forscher der University of California Davis haben einen neuen Overo-Typ entdeckt (obwohl man heute außer beim Frame Overo meistens die spezifischen Bezeichnungen verwendet, wie „Sabino Typ Sowieso“ oder „Splashed White“, sind es doch alles Scheckzeichnungen, die unter die Überschrift „Overo“ fallen, die seit Beginn der Scheckungs-Forschung im Gegensatz zum Tobiano benutzt wird).

Die neue Mutation sind eigentlich aus wie die bekannte Splashed White, wurde aber „Splashed White 6“ benannt. Diese Mutation wurde bei einem Paint Horse-Hengst nachgewiesen. Wie Dr Rebecca Bellone sagte, die Direktorin des Veterinary Genetics Laboratory der UC Davis, ist das Aufregende bei dieser Entdeckung, dass mit ihr eine de novo Mutation entdeckt wurde (dass man hier direkt die erste Mutation gefunden hat, das Urheberpferd). Während man bei anderen Scheckzeichnungen nicht weiß, durch welche Pferde sie in die Population gelangten, kennt man hier den Urheber.

Der Hengst Urge, ein 2015 geborener palomino Overo, sieht aus wie ein normaler Splashed White, aber keiner seiner Eltern zeigt solche Zeichnung. Die Forscher der UC Davis School of Veterinary Medicine studierten daraufhin die DNA des Hengstes, was zur Entdeckung der Spashed White 6 Mutation führte.

„Wir stellten zuerst fest, dass der Hengst und keiner seiner Elterntiere keine andere bekannte Scheckzeichnungsvererbung hatte, auf dien wir hier routinemäßig testen. Dann sequenzierten wir die gesamte DNA (das Genome) des Hengstes und identifizierten Stellen, die von der DNA anderer Pferde abweichen, die keine

Splashed White-Vererbung haben“, so Dr Bellone. „In unserer Analyse fanden wir, dass bei der DNA dieses Hengstes 8.710 Nukleotiden im MITF-Gen fehlen. Diese Veränderung in der DNA muss in signifikanter Weise die MITF-Funktion einschränken – MITF ist wichtig für eine normale Funktion der Pigmentzellen.“

Die Untersuchung der DNA der Eltern dieses Hengstes ergab weiterhin, dass keins der beiden Pferde diese Veränderung aufweist. Außerdem haben vier der Nachzuchttiere dieses Hengstes mit einer Splashed White Scheckung eine Kopie dieser Mutation, und sechs seiner Nachzucht haben keine Splashed White Scheckung und weisen auch die Mutation nicht auf. Diese Daten stützen die Annahme, dass diese Veränderung der Grund für diese Splashed White Scheckung ist.

„Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, ob Pferde lebensfähig sind, die reinerbig für SW6 sind (zwei Kopien der Mutation haben)“, so Bellone. „Aufgrund der Art der Mutation und der Rolle, die MITF in der Entwicklung spielt, nehmen wir an, dass SW6 in doppelter Kopie einen Embryo absterben lässt.“

Als de novo Mutation kann diese nur in der Nachzucht dieses Hengstes und deren künftiger Nachzucht auftreten. Splashed White 6 wurde von in das APHA Color Pattern Panel aufgenommen, für das von der UC Davis Tests angeboten werden. Da nichts bekannt ist über eine etwaige Embryonensterblichkeit, sollten Träger der SW6 Mutation nicht mit anderen Trägern dieser Mutation angepaart werden.

 

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