Die Bewegungen des Rückgrats variieren der Erfahrung des Reiters entsprechend

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Reiten erfordert einen gesunden Rücken, für Pferde und für Reiter. Die Gesundheit des Reiterrückens hat einen direkten Effekt für die Gesundheit des Pferderückens.
Französische Wissenschaftler haben untersucht, wie Reiter unterschiedlicher Erfahrung ihren Rücken gebrauchen. Sie fanden signifikante Unterschiede,  wie Reitlehrer üben lassen und wie Ärzte behandeln. Patrick Dubrulle, DC, Sports Physical Therapeut und Chiropraktiker in der Functional Reeducation Clinic in Beutin, Frankreich:
„Durch das Wissen, was die Wirbelsäule macht, abhängig vom Leistungsniveau ihrer Schüler, können die Lehrer das Training anpassen und bessere Resultate erzielen – für Reiter und Pferd. “
Dubrulle und seine Kollegen untersuchten die Wirbelsäulenbewegungen von 47 Reitern auf einem mechanischen Pferd. Die drei untersuchten Gruppen waren Anfänger, Fortgeschrittene und arrivierte Reiter. Die Reiter nahmen ihre eigenen Sättel und wählten selbst ihre Steigbügellänge. Sensoren wurden an vier Positionen des Rückgrats angebracht:
Am Ca Halswirbel, am T1 Brustwirbel, am Lendenwirbel T12 und am L5 Wirbel. Die Forscher identifizierten Fixpunkte des Reiterrückens, Stellen, wo die Bewegung blockiert ist, und diese variieren entsprechend dem Erfahrungs-Level:
Anfänger, indem sie ein Hinunterfallen antizipieren, klemmen sich mit den Beinen fest und blockieren den Beckenbereich. Sie bewegen ihre Wirbelsäule vor und zurück, mit bis zu 33° Variation, und sie lehnen sich bis zu 16 ° vor die Vertikale.
Die mehr erfahreneren Reiter behielten einen leicht fixierten Punkt in der Beckengegend bei und entwickelten einen weiteren zwischen den Schulterblättern. Sie zeigten fokussierte Bewegung im Lendenbogen, was ein Risiko für signifikante Schmerzen der Lendenwirbelsäule bedeutet. Sie zeigten weniger Vor-und-zurück-Bewegung, und sie lehnten nur um etwa sechs Grad nach vorn.
Die Gruppe der Experten blockierten den Rücken zwischen den Schulterblättern, behielten eine lockere Beckengegen und folgten den Bewegungen des Pferderückens mehr mit den Hüften als der Lendenwirbelsäule. Ihre Vor-und-zurück-Bewegung betrug nur etwa fünf Grad, und sie ritten aufrecht mit nur 1,3° vor der Vertikalen.
Basierend auf diesen Ergebnissen empfehlen die Forscher Trainern und Physioterapeuthen, bestimmte Punkte zu trainieren, abhängig vom Level der Reiter: Bei Anfängern daran zu arbeiten, die Mobilität des Beckens zu verbessern, die Beine locker zu machen. Bei den Reitern des mittleren Levels den oberen Teil des Rückens. Bei den erfahrenen Reiter den Bereich der Schulterblätter zu lockern. Das ihren kommt den Händen zugute, was der Einwirkung im Pferdemaul hilft.
„Unsere Studie zeigt die Notwendigkeit, die Einwirkungsbereiche zu differenzieren bezüglich des Reiters, aus medizinischer, pädagogischer, athletischer Sicht und bezüglich der Pferdegesundheit“, sagt Dubrulle.

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